Bereits zum dritten Mal hatte ich die Gelegenheit, ein Seminar beim Jugendmedienevent zu leiten. Unter dem Motto “Jung. Kreativ. Multimedial” fand das viertägige Event in Köln, Bonn und Dormagen statt. Am abschließenden Sonntag fanden die sogenannten “Kompetenzseminare” statt, zu denen sich die Teilnehmer anmelden konnten. Mein Seminar hatte den Titel “Die digitale Revolution geht weiter” und mein Ziel war es, mit den jungen Nachwuchs-Journalisten über die zukünftige Entwicklung von digitalen Medien zu diskutieren. Beim Thema “soziale Netzwerke” und ihrer Nutzung bzw. Bedeutung gingen die Meinungen der Teilnehmer manchmal sehr weit auseinander, was zu einer erfreulich lebhaften Diskussion führte.
In der zweiten Hälfte des dreistündigen Seminars ging es darum, ihre Vorstellungen und Visionen für die digitale Kommunikation der Zukunft zusammenzustellen. Die Stichpunkte zu den einzelnen Thesen haben wir anschließend in einer MindMap festgehalten. Eines scheint für die die Teilnehmer festzustehen: Das Internet wird allgegenwärtig sein und man wird als Nutzer nur noch ein einziges Endgerät benutzte, anstatt wie heute drei, vier oder mehr. Wenn es im Jahr 2030 wieder ein Jugendmedienevent gibt, werde ich die Aussagen der Teilnehmer gerne überprüfen, ob und wie sie denn Wirklichkeit geworden sind.

Ein Thema wird im Moment für Unternehmen, die Werbung treiben, immer wichtiger: “Social Media”. Doch wie funktioniert
Das Internet ist nach dem Fernsehen und der Zeitung das Werbemedium Nr. 3 in Deutschland. Über 16 Prozent aller Werbegelder werden Online investiert. Bei der diesjährigen ADC-Ausstellung in Frankfurt war von dieser Gewichtung allerdings wenig zu sehen oder zu spüren. In sechs solcher Vehikel konnte man sich die eingereichten und prämierten Online-Arbeiten ansehen. Das Online-Erlebnis war mehr als enttäuschend: Ohne Ton oder Kopfhörer, mit einer Maus auf einer viel zu schmalen Armlehne und der Bildschirm viel zu weit weg, als dass man etwas erkennen konnte. Und überhaupt fragt man sich, wie jemand auf die Idee kommen kann, Online-Arbeiten so zu präsentieren.
Die Situation in diesem Wägelchen war irgendwie lächerlich. Aus der Perspektive von Online-Produzenten erscheint es jedenfalls so, dass die kreative Elite aus Deutschland das Internet noch immer nicht so recht erst nimmt. Als ich Abends den Begriff “Ergänzungsmedium” im Radio hörte, dachte ich “genau so war’s”.
So schnell wie Blogs, Videoplattformen wie You Tube und Social Networks als Kommunikationskanäle von Unternehmen entdeckt wurden, so rasant haben diese auch die Micro Blogging Plattform 